Das Spiegelprinzip

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Ein Spiegel zeigt alles, was dein Äußeres ausmacht.

Je nachdem wie dein Spiegel beschaffen ist, groß, klein, klar, verschwommen, verzehrt, unrein, rein oder brillant, alles zeigt wie du dich im Spiegel wahrnimmst. Es kann also auch sein, dass dein Spiegel dir eine Illusion vortäuscht oder du dich täuscht, weil du nicht richtig in ihn hineinschaust.

So, wie du dich vor einem Spiegel stellen und von allen Seiten betrachten kannst, so hast du die Möglichkeit, dich durch dein Umfeld und durch andere Menschen, widerzuspiegeln.

Die meisten projizieren ihre Gedanken und Gefühle auf das Umfeld und sind der Meinung, diese Dinge gehören nicht zu ihnen, sondern zu den anderen. Jedes Verurteilen, Beurteilen, jede Kritik, alles was dich betroffen macht, betrifft dich selbst. Es gehört daher zu dir und zu deinen Anteilen. Du siehst in dem anderen nur dein eigenes Spiegelbild.

Alles, was dich umgibt, sagt etwas über dich und dein Inneres aus. Hierzu gehört auch das Wetter. So wie du das Wetter beurteilst und empfindest, so spiegelt dir dein inneres Barometer, deine Stimmung wieder. Jede Sorge oder Betroffenheit über die vielen Missstände auf der Welt, wie z.B. Ungerechtigkeiten, Kriege, Hungersnöte, Gewalt usw., zeigen, dass du selber in dir einen Anteil trägst, der sich im „Missstand“ befindet.

Nutze den großen Spiegel deiner Umgebung und habe den Mut, hineinzuschauen.

 

Lasse dich nicht von kleinen Dingen ablenken, sondern schaue dabei auf das Wesentliche. Wenn du zum Beispiel ein Problem mit der Gewalt oder den Kriegen hast, dann frage dich: in welchen Bereichen wendest du in deinem Inneren Gewalt an? Wo vergewaltigst du dich selbst? Welche Teile in dir führen gerade einen Krieg, und mit welchem Bereich gilt es inneren Frieden zu schließen? Beziehe das Äußere auf dein Inneres und erkenne, was es mit dir zu tun hat. Danach verändere es in dir.

Manche Menschen erscheinen einem so unangenehm, dass es kaum möglich ist, sie als einen Spiegel von sich zu sehen. Es ist einfacher zu denken: „Damit habe ich nun wirklich nichts zu tun, so bin ich nicht und so war ich niemals und so werde ich auch nie sein, denn das lehne ich nun wirklich ab.“

Gerade hier schaue noch einmal genau hin, denn hier ist ein Anteil, bei dem es dir besonders schwerfällt, ihn anzunehmen. Da du diesen Anteil sogar ablehnst, gehört er zu deinen ungelebten Anteilen. Auch wenn der Anteil verdrängt und nicht bewusst gelebt wird, ist er dennoch in dir aktiv. Er hält sich in deinem sogenannten Schattenbereich auf, und lebt dort ein Eigenleben.

Nutze deine negativen Gedanken!

Wenn du schlecht über andere Menschen denkst oder ihn verurteilt hast, dann mache es dir zur Aufgabe, mit diesen Gedanken zu arbeiten. Schau dir einmal an, warum du negativ denkst. Gibt es etwas Negatives in deinem Leben, was du auf den anderen projizierst? Nutze die Dinge, die du bei dem anderen siehst und schaue, inwieweit es dich selbst betrifft. Diese Klärung bedarf ein wenig Erfahrung, denn es ist nicht immer ganz einfach zu erkennen, dass wir die Dinge, die wir ablehnen oder verurteilen, auch keimhaft in uns selber tragen. Sobald du weißt, was es mit dir zu tun hat, gehe in die Annahme für dich und beziehe dabei auch die andere Person mit ein. Durch die Annahme löst du die negativen Gedanken auf. Das Heißt, es findet keine Bindung mehr im Negativen statt.

Nutze die Chance, und schau in jeden, dir noch so unangenehmen Spiegel hinein. Betrachte die Person, die dir etwas widerspiegelt, aus einer Distanz heraus. Dann mache dir bewusst, was genau es ist, was du so besonders ablehnst. Vielleicht sind es Dinge, die du dir selber nicht zugestehst, die du dir selbst verboten hast, aber dennoch in dir trägst.

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