Meditieren mit dem Körper

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Beim Bodyscan tasten wir gedanklich sanft unseren Körper ab. Wir lassen unsere Empfindungen mit uns sprechen.

Indem wir uns selbst Aufmerksamkeit schenken, können wir ausgleichen, was aus der Balance geraten ist. Wir sind gewohnt, unseren Körper zu behandeln, als sei er eine Maschine. Hauptsache, er funktioniert irgendwie. Ohne Rücksicht auf Verluste treiben wir ihn weiter, bis er beginnt, sich zu melden. Erst zaghaft, dann deutlicher.

Wenn wir unserem Körper permanent zu wenig Erholung gönnen und seine Bedürfnisse missachten, kann es passieren, dass er irgendwann auf ganzer Linie streikt.

Aber wie ist es überhaupt möglich, dass wir über unsere körperlichen Grenzen gehen und Raubbau an und selbst betreiben?

Ganz einfach: indem wir uns selbst, unseren Körper, nicht mehr richtig wahrnehmen. In der heutigen Zeit wird die Abspaltung von unseren Empfindungen und Bedürfnissen gefeiert, als sei es eine Errungenschaft, sie selbst kaum zu spüren. Arbeiten bis zur Erschöpfung gehört fast zum guten Ton-und auch sonst soll nach außen bitteschön alles möglichst perfekt wirken. Unsere Kultur stellt sich damit gegen Naturgesetze.

In der Natur verläuft alles in Zyklen. Ruhe und Aktivität wechseln sich ab. Nach außen wirkt, was sich vorher reguliert hat. Das sieht man an den Jahreszeiten oder einfach am gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.

Dysbalancen ausgleichen, bevor sie Probleme machen

Mittlerweile gibt es Gegenbewegungen zum allgemeinen Wahnsinn. Ihre Vertreter sprechen von Selbstliebe. Aber um sich selbst zu lieben, ist es notwendig, überhaupt erst einmal mit sich selbst wieder in Kontakt zu kommen. Zu fremd, zu weit entfernt sind wir oftmals von uns selbst. Kleine und größere Wehwehchen zu ignorieren, haben wir uns angewöhnt. Wir sind gewissermaßen taub gegenüber uns selbst geworden.

Die gute Nachricht: diese Betäubung lässt sich rückgängig machen.

Wenn wir uns Zeit nehmen und uns erlauben, und selbst wirklich wahrzunehmen, tun wir damit nicht nur unsere Seele Gutes. Mit Achtsamkeit registrieren wir kleine "Baustellen“ im Körper, bevor sie sich zu größeren Problemen auswachsen. Ein effektives Mittel, um die Körperwahrnehmung zu schulen, ist der sogenannte Bodyscan. Hierbei handelt es sich um eine Variation der Achtsamkeitsmeditation - um eine Art inneres Abtasten des Körpers. Wenn wir einen Kloß im Hals haben oder ein stechen im Magen, merken wir das meist auch so. Was aber ist mit unserem Herzschlag und der Atmung? Wie geht es den Füßen, Zehen, Knöcheln? Gibt es unterschiedliche Spannungszustände im Körper? Ist dadurch vielleicht ein Teil des Skelettes verzogen, in einer Fehlhaltung? Solche Dysbalancen können zum Verschleiß oder chronischen Schmerzen führen. Wenn wir Sie rechtzeitig wahrnehmen, können wir sie liebevoll beheben, statt weiter zu leiden und den Zustand immer schlimmer werden zu lassen.

Morgen: Bodyscan – die Anleitung

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