Opferrolle ???

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Warum wir nie nur Opfer sind!

Beim Thema Kränkungen bin ich bislang immer von Tätern und Opfern ausgegangen – Psychologen sehen das anders.


Wir sind Kränkungen nicht hilflos ausgeliefert, zeigen aktuelle Studien, sondern wir gestlten sie aktiv mit, indem wir Ereignisse oder Reaktionen von anderen als persönliche Entwertung interpretieren. Dabei übersehen wir unser eigenes Mitwirken an der Kränkung. Nur wenn wir den Mut aufbringen, uns unseren Anteil an häufigen Kränkungskonflikten einzugestehen, dann können wir sie befriedigend lösen. Okay denke ich, dann mal los: Wo ist mein Anteil, wenn meine Mutter in mein verdrecktes Auto steigt, und mir wie immer zu verstehen gibt, dass ich mich nicht genug um Ordnung kümmere; Wenn meine Freundin mir mal wieder vor einem Date per SMS absagt, weil sie etwas Besseres vor hat; Wenn mein Mann mal wieder nicht bemerkt, dass ich ein neues Kleidungsstück trage und doch ganz toll darin aussehe.


Ich muss nicht lange nachdenken, bis mir klar wird: SIe alle wollen mir gar nichts Böses, sie treffen lediglich meine wunden Punkte: Mein Hang zum Perfektionismus, meinen Wunsch nach Zugehörigkeit und Verlässlichkeit, mein Bedürfnis Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ich bin jedesmal wütend oder traurig, weil ich sofort glaube, dem anderen nicht wichtig zu sein. Dabei hat das Gefühl der Kränkung viel mehr mit mir selbst zu tun, als mit dem, was der andere getan, gesagt oder eben nicht gesagt hat. Und wenn ich herausfinde, warum ich mich überhaupt verletzt fühle, muss es mir gar nicht erst so schlecht gehen. Ich entscheide, ob ich gekränkt bin!

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