Süchte und lästige Gewohnheiten

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Warum es schwerfällt Süchte und lästige Gewohnheiten loszulassen

Unser Unterbewusstsein schützt uns vor einem kurzfristigen Schmerz, somit auch vor Veränderungen. Die meisten Menschen verbinden mit Veränderungen Ängste und Negatives. Somit befürchtet unser Unterbewusstsein, dass wir Schmerzen mit etwas Neuem erleben würden und versucht uns davor zu schützen.

Sofern wir mit einer lästigen Gewohnheit oder negativen Verhaltensweise kurzfristig etwas Positives erleben bzw. einen Vorteil oder Gewinn erleben, wird uns unser Unterbewusstsein nicht darin unterstützen, dieses Verhalten zu verändern. Jemand der mit dem Rauchen aufhören oder abnehmen möchte, wird es schwer haben dies in die Tat umsetzen, solange er noch Positives mit dem Rauchen oder mit den alten Essgewohnheiten verbindet. Da der Schmerz, der mit dem Rauchen oder mit der alten Essgewohnheit bzw. Gewichtszunahme erst später auftritt, wird er nicht von unserem Unterbewusstsein als Schmerz berücksichtigt.

Fast jede Suchtform ist mit einer anfänglichen Belohnung verbunden und löst kurzfristig eine positive Emotion in uns aus. Wenn wir uns von alten Verhaltensweisen lösen möchten, ist vorher genau zu überprüfen, welche Vorteile uns dieses Verhalten noch bringt und welche Ängste wir mit dem Neuem verbinden. Wenn das geklärt ist, können wir uns bewusst auf das Ziel einlassen. Jedoch haben wir auch dann noch nicht das Unterbewusstsein auf unserer Seite.

Mache dir bewusst, welche Verhaltensweise du verändern oder welches Problem du loslassen möchtest. Prüfe, ob du durch die Verhaltensweise oder durch das Problem noch einen Nutzen bzw. Gewinn hast oder ob du damit noch kurzfristig Freude oder mit dem Neuen Ängste verbindest.

Beispiel: neue Essgewohnheiten = mit viel Essen kurzweilig glücklich fühlen oder Angst vor faltiger Haut nach der Gewichtsabnahme, oder Rauchen = sich sicher fühlen oder Angst vor dem Dickwerden!

Ist dies der Fall, wird dein Unterbewusstsein das alte Verhalten unterstützen und es nicht so leicht aufgeben.

Die „Durststrecke“ überwinden

Wenn wir uns entscheiden, uns von einer alten Gewohnheit oder einer Sucht zu trennen, dann haben wir uns bewusst auf eine Durststrecke einzustellen. Das bedeutet, wir haben den anfänglichen Leidendruck in Kauf zu nehmen, der mit einem neuen Verhalten für uns verbunden ist. Jedes neue Verhalten ist für uns unvertraut und dadurch befremdend. Dies kann Ängste in uns auslösen. Um diese zu behindern, ist es ratsam, sich immer bewusst zu machen, welche Freude nach der Durststrecke kommt.

Da wir in der anfänglichen Umstellung keine Unterstützung von unserem Unterbewusstsein erhalten, heißt es doppelt achtsam zu sein. Das Unterbewusstsein wird in dieser Durststrecke versuchen, uns von unserem Vorhaben abzubringen, um uns vor dem kurzfristen Schmerz, den wir durch diese Phase erleben, zu bewahren. Es wird mit allen Mitteln versuchen, uns das alte Verhalten wieder schmackhaft zu machen. Dies kann bei einer konsequenten Anwendung der neuen Verhaltensweise zwischen 21 – 30 Tage dauern.

Um das Unterbewusstsein auf unsere Seite zu ziehen, können wir jetzt mit der Demotivation arbeiten. Das Heißt, wir können den Leidensdruck im Alten so erhöhen, sodass unser Unterbewusstsein begreift, dass wir mit dem alten Muster nur noch leiden und es von alleine anfängt, uns davor zu schützen. Den Leidendruck können wir erhöhen, indem wir uns ausmalen, was passiert, wenn wir unser Ziel niemals erreichen oder unser Verhalten sich niemals verändern wird.

 

Veränderung leichtgemacht:

Arbeiten mit der Demotivation und das Alte mit Schmerz verbinden

Mache deinem Unterbewusstsein mit drastischen Bildern klar, dass es mit dem alten Verhalten nicht weitergehen kann. Male dir das Schlimmste aus, was passieren kann, wenn du keine Veränderung anstrebst, sondern so weiterleben würdest. Hinterfrage deine alten Muster, setze so viele Zweifel wie es nur geht, denn Zweifel verhindern, dass etwas realistisch wird. Mache dich über dein altes Verhalten lustig, bzw. ziehe es ins Lächerliche. Stell dir dabei vor, dass sich andere Menschen in dieser Weise über dich und dein Verhalten lustig machen.

Arbeiten mit der Motivation und das Neue mit Freunde verbinden

Verknüpfe mit dem neuen Verhalten immer viel Faszination, Freude und Spaß. Mache dir so oft es geht, den Gewinn und die Freude bewusst, die dein Ziel mit sich bringt. Belohne dich, wenn du dich neu verhältst, indem du dich lobst oder dich mit anderen schönen Dingen überrascht. Dadurch verbindet dein Unterbewusstsein automatisch das Neue mit Belohnung und Freude und wird es entsprechend unterstützen. Je einfallsreicher du in deiner Belohnungsform bist, desto stärker registriert dein Unterbewusstsein dies.

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